Pjöngjang III

Zurück in Pjöngjang geht es erstmal in einen Souvenirladen wegen diverser Besorgungen. Der Laden liegt gegenüber des Triumphbogens, der sich am Pariser Vorbild orientiert, aber ein paar Meter größer ist als sein Vorbild.

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Triumphbogen in Pjöngjang

Der Fahrer ist in der Zwischenzeit angeblich Tanken gefahren und taucht nicht mehr auf. Also laufen wir ein bißchen rum. Auf den Parkplätzen spielen Leute Volleyball während Autos rangieren. Man kann auch den Fernsehturm von Pjöngjang sehen, aber den kann man seit ein paar Jahren nicht mehr besteigen, vermutlich weil er zu marode ist. Auch von außen sieht er nicht mehr ganz neu aus.

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Fernsehturm von Pjöngjang

Als der Fahrer dann endlich kommt ist es schon zu spät um vor dem Essen noch ins Hotel zu fahren, also geht es direkt zum Restaurant. Unter dem Restaurant ist auch noch ein Geschäft, in dem ich den Eichelschnaps kaufen kann, den ich wollte, welcher aber im Souvenirladen nicht vorhanden war. Das Lokal ist randvoll mit Touristen, wir essen diesmal alle (also die beiden Führer, der Fahrer und ich) zusammen. Es ist ja der letzte Abend.

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O-Bus in Pjöngjang

Nach dem Essen fahren wir ins Hotel. Wir Trinken zusammen (aber ohne den Fahrer) noch ein paar Bier. Außerdem versuchen wir, die Bilder, auf denen die Führer mit drauf sind, von meiner Kamera auf den Laptop von Herrn Kim zu kopieren. Das klappt aber irgendwie nicht: sowohl mein Handy als auch meine Kamera werden über USB nicht vom Laptop erkannt. Und per Bluetooth kann man die Bilder zwar auf sein Handy kopieren, aber dort werden sie nicht gespeichert. Und der letzte Versuch, die SD-Karte im Laptop auszulesen klappt auch nicht, die Karte wird als unformatiert angezeigt. Die Koreaner haben also gut vorgesorgt, dass Dateien nicht so einfach ins Land kopiert werden können. Dass das Android auf dem Handy angepasst ist, ist mir klar. Die WLAN-Funktion bei dem Arirang-Handy ist komplett deaktiviert, obwohl ein Chip verbaut ist, was in den Systeminformationen ersichtlich ist. Aber wie sie das Windows XP auf dem Laptop so kastriert haben ist mir schleierhaft.

Nach den Kopierversuchen gehen wir in einen anderen Raum wo zwei Billardtische stehen und spielen noch ein paar Runden – wir sind alle ungefähr gleich schlecht. Um Mitternacht gehen wir auf unsere Zimmer.

Am nächsten Morgen wurde im Hotel extra das Postamt früher aufgemacht, damit ich noch Briefmarken für meine Postkarten kaufen kann. Der Buchladen im Hotel hat aber leider noch zu, also kann ich aber keine Postkarten kaufen (vorher hatte ich schon ein paar gekauft, aber halt nicht genug). Nach dem Frühstück fahren wir dann los Richtung Flughafen. Wir sind  schon spät dran weil der Zoll angeblich schon eine Stunde vor Abflug schließt. Trotzdem halten wir unterwegs nochmal und versuchen Postkarten zu kaufen – aber ohne Erfolg, die meisten Läden machen anscheinend erst um 10 Uhr auf (auch der Laden im Flughafen).

Am Flughafen gehe ich dann nach der Verabschiedung von meinen Aufpassern durch den Sicherheitscheck, dann zum Checkin. Im Sicherheitsbereich hat dann aber schon ein Souvenirstand auf, der mir meine heiß ersehnten Postkarten verkaufen kann. Ich setze mich danach auf das Gepäckband (Ankunft und Abflug finden hier in der selben, einzigen Halle statt, deswegen kann das auch nicht gleichzeitig stattfinden) und schreibe die Karten. Die Briefmarken halten nur mit viel Mühe. Leider will danach niemand im Sicherheitsbereich die Postkarten annehmen. Einer Polizistin mache ich dann mein Problem klar, und sie schafft es meine Aufpasser nochmal zurück zu holen, die waren anscheinend noch vor dem Flughafen. Ich gebe Herrn Kim meine Karten durch die Sicherheitsschleuse und gehe danach in die andere Richtung zur Passkontrolle.

Von dort geht es auch relativ bald weiter mit dem Bus zum Flugzeug. Auf dem selben Flug sind hauptsächlich Koreaner, erkennbar an ihren Kim-Ansteckern, und wenige Touristen. Viele von den Koreanern sind relativ jung, vermutlich Studenten im Ausland.

Das wars dann aus Nordkorea. Der Flug verläuft ohne Vorkommnisse, wir fliegen in einer Tupolev 204, relativ neu. In Peking stehen wir dann noch über 20 Minuten auf dem Rollfeld herum, bevor wir aussteigen können.

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