Guilin, Jangshuo, Longsheng

Nachtrag geschrieben auf der Fahrt Richtung Kerch (Krim). Bilder folgen irgendwann, genauso wie die Texte zu Krim etc.
In Guilin angekommen suchen wir erstmal ein Taxi, das uns in unser gebuchtes Hotel bringen soll. Das getaltet sich jedoch schwierig, da das Hotel relativ nah am Bahnhof liegt, und die Fahrer uns daher nur zu einem hohen Festpreis fahren wollen. Nach einigem hin und her finden wir jedoch eine Fahrerin, die uns für 15 Yuan fährt. Das Taxometer zeigt am Hotel angekommen 7 Yuan, also noch der Startpreis. (Anmerkung am Rande, um es mal festzuhalten: ein Liter Sprit kostet an den Tankstellen üblicherweise 6-7 Yuan)
Im Hotel treffen wir einen anderen Gast aus Hongkong, der uns von seinen Schwierigkeiten als Tourist berichtet, da er kein chinesisch spricht (nur kantonesisch), aber halt aussieht wie ein Chinese und die Leute ihm die mangelnden Sprachkentnisse nicht abkaufen wollen.
Helen, die Wirtin unseres Hotels fährt uns freundlicherweise mit dem Auto ins Stadtzentrum und hilft uns, Tickets für zwei Schiffsfahrten zu besorgen. Wir laufen dann ein bißchen durch die Stadt, essen auf einem Markt. Danach beginnt die erste Bootsfahrt durch Guilin. Diese stellt sich eher als Show mit viel Beleuchtung, Lichteffekten und sogar Tanzeinlagen dar denn als Stadtrundfahrt. Für unseren Geschmack etwas zu touristisch, aber trotzdem ganz interessant und lustig. Nach der Rundfahrt fahren wir mit dem Taxi zurück ins Hotel.
Am nächsten Morgen werden wir von einem Reisebus abgeholt und zum Schiff gebracht, mit dem wir nach Jangshuo weiterfahren. Auf dem Boot sind außer uns auch ein Haufen chinesische Touristen. Die Fahrt führt durch eine wirklich reizvolle Landschaft, aber vor, hinter und neben uns fahren jede Menge ander Schiffe und Boote mit vielen weiteren Touristen. In Jangshuo angekommen laufne wir zu Fuß zu unserem Hotel, was sich im Nachhinein als etwas längere Strecke herausstellt, insbesondere mit dem Gepäck. Abends fahren wir nochmal mit dem Hotelshuttle in die Stadt um zu Abend zu Essen (nach einem Hofbräu-Bier im dortigen deutschen Restaurant als Aperitiv, welches aber nicht ganz original schmeckt). Danach müssen wir wieder zum Hotel laufen, weil das Shuttle nicht mehr fährt.
Am folgenden Tag leihen wir uns Fahrräder vom Hotel und machen eine längere Tour, über 50km. Dabei wird uns mehrfach auch eine weitere Bootstour angedreht. Abends essen wir im Hotel.
Weiter geht es am darauffolgenden Tag mit dem gebuchten Bus nach Longsheng, wir werden um 7:10 Uhr abgeholt. Kurz vor Longsheng müssen wir in lokale Minibusse umsteigen. Doch nach kurzer Fahrt müssen wir wieder aussteigen und etwa 20 Minuten zu Fuß durch irgendwelche Dörfer laufen, weil ein Erdrutsch die Straße komplett verschüttet hat. Man sieht von der anderen Talseite nur noch einen Teil der Brücke aus der Erde hervorschauen. Auf der anderen Seite wartet dann ein weiterer Minibus, der uns dann final nach Longsheng hochfährt. Dort kann man dann die Reisterassen bewundern, echt schön, aber das ganze ist wieder sehr massentouristisch aufgebaut. Der ganze Weg durchs Dorf, der sich dank der Steigung schon eine gute halbe Stunde zieht, ist gepfastert mit Buden, die Souvernirs und Imbisse verkaufen. Als wir wieder unten am Parkplatz angekommen sind fahren wir gleich mit dem Minibus ab, da alle anderen schon vorher am Parkplatz waren. Doch auf halbem Weg wird unser Reiseleiter am Telefon angerufen weil wir offensichtlich ein paar Miterisende vergessen haben, stattdessen haben sich irgendwelche anderen Leute in die Gruppe geschmuggelt und so auch die Kontrolle durch durchzählen durcheinander gebracht. Auch die Weiterfahrt im großen Bus nach Guilin zieht sich in die Länge, da wir wegen eines Unfalls auf der Hauptstraße einen größeren Umweg fahren. Zudem ist die Umgehungsstraße ziemlich eng, so dass es mehrmals Rangierfahrten benötigt, wenn unserem Bus ein LKW entgegen kommt. In Guilin essen wir noch im Hotel zu Abend und machen noch einen kleinen Spaziergang durch die Seen in der Stadt, dabei sehen wir viele der Kulissen von der Bootsfahrt nochmal von hinten.
Tags darauf fahren wir früh morgens mit dem Taxi zum Flughafen und fliegen von dort weiter…